Leider "schulfrei" einmal anders

Rückblick auf „Corona“-bedingte schulfreie Tage:

Unzählige - so noch nie dagewesene - freie Tage, fernab von Schule, Unterricht und Lehrern…

…ein (Wunsch-)Traum, der jedes Schülerherz normalerweise höher springen lässt!

Aber die Corona-Zeit war und bleibt alles, nur nicht normal!

Darum war auch nach anfänglicher Euphorie über eine eventuelle Schulschließung die Begeisterung bald nicht mehr so groß, obwohl die Schulschließung vollstreckt wurde.

Denn nicht nur das Ungewisse, das an den Nerven nagte, sondern auch das plötzlich in allen schulischen Belangen auf sich alleine gestellt zu sein, war für die meisten wenig erfreulich.

Im Nu mussten sich ALLE - Schüler wie auch Lehrer – auf Home Schooling und Distance Learning umstellen. Was kurzfristig bei manchen ein Schockgefühl auslöste, war für andere “supercool“ – daheim mit dem Notebook auf dem Schoß auf der Couch liegen und Mathe büffeln, Fluch oder Segen?! Für einige anfangs auch einfach nur unmöglich, da das EDV-Equipment fehlte oder noch nicht ausreichend beherrscht wurde. Doch das eine Problem wurde durch die 30 geschenkten Laptops der Firma ams AG aus Premstätten, 7 von der Wirtschaftskammer sowie 5 der Firma Knapp gelöst und das andere durch hausinterne Schulungen einiger digitalkompetenter Kolleginnen. Und mit der Zeit wurden alle computerfit und ritten sattelfest dem Corona-Untergang auf ihren Computern entgegen.

Sich auf die Schule dermaßen gefreut haben sich SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen wahrscheinlich noch nie. Aus Schülersicht endlich wieder wer da, den man von Angesicht zu Angesicht etwas fragen kann, aus Elternsicht Gott sei Dank wieder den Laptop und das Büro für sich alleine nutzen zu können und aus Lehrersicht die Feststellung, wie unglaublich einem der Kontakt zu Kindern fehlte.

Es war eine Zeit des Mehraufwandes für alle Seiten, jeder musste zurückstecken, mal a bissal mehr tun – und belohnt wurde man dann auch noch mit Isolation! Einfach nicht fair.

Aber fair, richtig vorbildlich fair, war das Verhalten, das alle an den Tag gelegt hatten – gemeinsam sich zu unterstützen war eine Selbstverständlichkeit – das möchten wir aus „Corona“ mitnehmen und beibehalten.

Ein WIR ist größer als die Summe der einzelnen ICHs – ein gemeinsames WIR macht glücklich und lässt die Schule zu dem werden, wofür sie bestimmt ist:

Zu einem Ort,

  • zu dem Kinder wissbegierig hingehen, um kognitiv und sozial zu reifen, weil sie das selbst so wollen und einfordern,
  • an dem Eltern ihr wertvollstes Gut wohl aufgehoben wissen und darauf vertrauen können, dass die Leistungen der Kinder und der Pädagogen sich gegenseitig aufschaukeln und wertgeschätzt werden und dadurch alle gemeinsam gerne lernen und lehren
  • und wo Lehrerinnen und Lehrer Kinder dort abholen, wo sie stehen und ihnen Fähig- und Fertigkeiten beibringen mit dem Gefühl: Du schaffst es alleine, aber wenn du mich brauchst, bin ich da und helfe dir!

 

DANKE, dass ihr so toll durchgehalten habt und unsere Schulgemeinschaft aus Kindern-Eltern-Lehrern noch mehr zu einander gefunden hat. So soll es bleiben – dass wir uns auf einander täglich freuen!

 

Liebe Grüße von eurem Bildungungscampus-Team aus Hausmannstätten!

Rückblick auf Corona